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Datenmigration in die Cloud – eine unüberwindbare Hürde?

Die Cloud hat sich mittlerweile im Alltag etabliert. Die vielen Vorteile wie Datensicherheit, Erreichbarkeit und Flexibilität haben die meisten Unternehmen überzeugt. Ein Problem besteht jedoch nach wie vor. Grosse Datenmengen in die Public Cloud zu migrieren dauert ewig. Transfers von einigen Gigabyte können noch in einem akzeptablen Zeitraum vorgenommen werden, vorausgesetzt es steht eine entsprechende Internetanbindung zur Verfügung. Bei Datenmengen im Bereich von Petabyte ist die Datenübertragung in die Cloud selbst bei aktuellen Glasfaserverbindungen reine Utopie. Sehen wir uns in folgendem Beitrag an, welche Antwort Microsoft für seinen Cloud-Dienst Azure gefunden hat, um dieses Problem zu lösen.

Die Azure Data Box – Onlinedatenübertragung goes Offline

Die Lösung, die Microsoft für Unternehmen kreiert hat, nennt sich Azure Data Box. Es handelt sich um physikalische Speicher, die Azure-Kunden direkt bei Microsoft anfordern können. Vor Ort im Unternehmen werden die Boxen dann prinzipiell wie eine externe Festplatte mit dem Server verbunden. Alle Daten, die später in der unternehmenseigenen Cloud über Azure verfügbar sein sollen, werden nun auf die Data Box kopiert. Hierbei werden alle Daten mit einer AES-256-Bit-Verschlüsselung geschützt. Nachdem alle Daten im Unternehmen auf die Azure Data Box kopiert wurden, wird die Box an Microsoft zurückgeschickt. Dort werden alle Daten in das Rechenzentrum übertragen und stehen dann in der Cloud zur Verfügung.

Azure Data Box
Azure Data Box: Die zeitsparende Appliance für speicherhungrige Cloud-Migrationen

Dieses Konzept soll die Datenmigration in die Cloud erleichtern. Viele Unternehmen zögern bei der Umwandlung ihrer lokalen IT-Infrastruktur in einen cloudbasierten Datenspeicher. Die Bedenken sind nicht einmal unbegründet, da Planung und Umsetzung nicht nur Erfahrung, sondern auch Fachwissen voraussetzen. Sofern der Umstieg von lokalem Datenspeicher zur Azure-Cloud problemlos verläuft, hat dies keine Auswirkung auf das Tagesgeschäft. Für die Mitarbeitenden stehen alle Daten wie gewohnt zur Verfügung, nur das sie nicht mehr lokal, sondern auf den Servern von Microsoft gespeichert sind. Die Migrationsphase ist jedoch eine Herausforderung. Da sich digitale Daten im Unternehmen permanent verändern, ist eine Migration, die über Tage oder Wochen dauert, problematisch. Mit den Azure Data Boxen ist es hingegen möglich, schnell ein exaktes Abbild der Daten zu erzeugen. Es handelt sich faktisch um ein Backup der aktuellen Informationen. Innerhalb von wenigen Tagen stehen alle Daten dann bereits in der Cloud von Microsoft zur Verfügung.

Preise und Speicherplatz – ist die Data Box eine sinnvolle Alternative?

Die Preise, die Microsoft für die Data Boxen abruft, schwanken je nach Region. In den Gesamtkosten sind neben der Leihgebühr für die Data Box auch die Versandgebühren für die An- und Rücklieferung enthalten. Wer die Azure Data Box anfordert, hat standardmässig 20 Tage Zeit, die Daten zu übertragen und die Box zurückzusenden. Wer länger braucht, muss Zusatzgebühren zahlen. Es gibt zudem Unterschiede zwischen den einzelnen Typen von Data Boxen. Die Einstiegsvariante, die bereits für rund CHF 250.00 angefordert werden kann, bietet eine Speicherkapazität von 100 TB. Die Data Box Heavy für besonders grosse Datenmengen kostet für zehn Tage bereits knapp CHF 6'000.00. Dafür bietet diese Variante Platz für bis zu einem Petabyte an Daten. Darüber hinaus wird eine monatliche Gebühr für den Gateway fällig. Hierfür werden mindestens weitere CHF 120.00 pro Monat berechnet.

Bei der Kosten-Leistung-Rechnung gibt es einiges zu beachten. Zunächst ist die Ersteinrichtung zwar relativ teuer. Sie wird in der Regel aber nur einmal benötigt. Die monatliche Gebühr ist vergleichbar mit den Kosten für eine On-Premises Installation. Ein wichtiger Faktor ist jedoch die Zeitersparnis. Ein Unternehmen, das sich dazu entscheidet, seine eigene, lokale Infrastruktur auszulagern, wird über dementsprechend viele Daten verfügen. Diese über das Internet in eine Cloud zu übertragen, dauert entsprechend lange. Dies kann über Tage, Wochen oder sogar noch länger die Internet- und Netzwerkverbindungen innerhalb des Unternehmens belasten. Zusätzlich ist die IT-Abteilung mit einer solchen Aufgabe über einen längeren Zeitraum ausgelastet. In Relation sind die einmaligen Einrichtungskosten also nicht so hoch, wie sie auf den ersten Blick erscheinen.

Daten in die Cloud verschieben – kein Problem mit UPGREAT

Die Auslagerung aller beziehungsweise eines Grossteils der digitalen Daten eines Unternehmens in die Cloud ist eine Mammutaufgabe. Bei dem Umfang, den digitale Informationen mittlerweile haben, ist dies vergleichbar mit dem Umzug der Firmenzentrale in eine neue Immobilie. Für solche kritischen Aufgaben sollte immer professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Wie beispielsweise von UPGREAT. Als erfahrenes IT-Unternehmen gehören die Einrichtung von Cloud-Speichern und Onlinedatenübertragungen zu unserem Tagesgeschäft.

Wir begleiten Unternehmen nicht nur bei der Einrichtung solcher Onlinedatenspeicher, wir bieten auch selbst Cloud-Services an. Für kleinere und mittelständische Betriebe stellt dies häufig eine interessante Alternative zu Microsoft Azure dar. Wir informieren Sie ganz unverbindlich über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Konzepte. Wenn Sie sich für das Thema oder andere Netzwerkspeicherlösungen interessieren, dann nehmen Sie doch Kontakt mit uns auf.

Topics: Microsoft, Cloud, Azure, Hybrid Cloud