Ach du Schreck, Office ist weg – aus Office 365 wird Microsoft 365

Mladen Trivun
7. Mai 2020 | 3 Min. Lesezeit
Themen: Microsoft 365

Im ersten Moment schien die Ankündigung ein absoluter Paukenschlag zu sein: Microsoft schickt Office 365 in Rente. Manch einer glaubte sogar an einen verfrühten Aprilscherz, aber seit dem 21. April 2020 gibt es Office 365 offiziell nicht mehr. Natürlich haben die Redmonder ihren beliebten Online-Service aber nicht einfach eingestellt. Stattdessen steht er jetzt unter dem Namen „Microsoft 365“ zur Verfügung. Aber was hat sich ausser dem Namen sonst noch geändert? Was passiert jetzt mit bestehenden Abonnements? Und wieso ist Microsoft diesen Schritt überhaupt gegangen? Hier finden Sie Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um das neue Microsoft 365!

Aus Office 365 wird Microsoft 365 – wieso das Ganze?

Als Microsoft den Online-Service Office 365 erstmals anbot, waren darin tatsächlich vor allem die bekannten Office-Anwendungen wie Word, Excel und PowerPoint enthalten – sehr viel mehr umfasste der Service aber noch nicht. Mit der Zeit kamen jedoch immer weitere Anwendungen hinzu, die die Funktionalität des Pakets deutlich ausbauten. Mit SharePoint wurde zum Beispiel der Austausch von Informationen vereinfacht, zudem erleichtert die Anwendung, genau wie Teams, die Zusammenarbeit im Unternehmen.

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Power BI bietet hingegen umfassende Analysefunktionen für verschiedene Firmenbereiche und erlaubt Vorhersagen zu geschäftlichen Entwicklungen, während OneDrive als standortunabhängiger Speicher fungiert. Kurzum: Office 365 hatte mit der Zeit weitaus mehr zu bieten als nur die klassischen Office-Anwendungen. Dem trägt Microsoft nun mit der Umbenennung des Service Rechnung.

Darüber hinaus stellt der Software-Riese damit die Weichen für die Zukunft – denn die Vermutung liegt nahe, dass Microsoft nach und nach immer mehr Services unter dem Namen „Microsoft 365“ zusammenfassen wird. Ob auch das Betriebssystem Windows dazugehören wird, lässt sich jetzt zwar noch nicht sagen, dieser Schritt scheint aber durchaus nicht abwegig zu sein.

Was ist neu bei Microsoft 365?

Zunächst ändert sich ausser dem Namen nicht viel beim Online-Service von Microsoft. Für Privatanwender soll es eine Art „Light-Version“ von Teams für Familien geben, ausserdem kommen einige neue Design-Möglichkeiten und Vorlagen hinzu. Der Browser Edge wird zudem um einige Komfortfunktionen erweitert und es wird ein KI-gestützter Präsentations-Coach für PowerPoint eingeführt, der allerdings zunächst nur in Englisch zur Verfügung steht.

Die grösste Neuerung sind aber zunächst die neuen Namen. So wird aus „Office 365 Home“ nun „Microsoft 365 Family“, „Office 365 Personal“ heisst jetzt „Microsoft 365 Single“. Statt „Office 365 Business/Business Premium/Business Essential“ stehen „Microsoft 365 Apps for Business/Microsoft 365 Business Standard/Microsoft 365 Business Basic“ zur Wahl. Am übersichtlichsten sind die Änderungen bei den Enterprise-Paketen, denn hier werden statt „Office 365 E1/E3/E5“ jetzt „Microsoft 365 E1/E3/E5“ angeboten.

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Die Redmonder haben allerdings schon angekündigt, dass Microsoft 365 nach und nach um viele zusätzliche Funktionen erweitert werden soll. Die Integration des Betriebssystems Windows ist da nur eine mögliche Variante. Über den Ausbau der VOIP-Telefonie wird ebenso spekuliert wie die stärkere Einbindung von Anwendungen wie LinkedIn. Eines wird sich zunächst aber nicht ändern: die Preise. Wer also auf die Produkte von Microsoft umsteigen möchte, muss nicht befürchten, dass mit der Umbenennung plötzlich die Kosten explodieren.

Was ist mit bestehenden Abonnements?

Neuer Name, neue Funktionen – da dürften vor allem jene hellhörig werden, die bereits Abonnenten des Microsoft-Service sind. Steht mit der Umbenennung möglicherweise eine versteckte Preiserhöhung ins Haus? Wird Microsoft für die zusätzlichen Funktionen mehr Geld verlangen? Hier können wir Entwarnung geben: Bestandskunden müssen sich keine Sorgen machen, denn für sie ändert sich im Grund nichts. Sie können den Service weiterhin wie gewohnt nutzen, die neuen Funktionen stehen kostenlos bereit, sobald sie verfügbar werden.

Die erweiterten Sicherheitsfunktionen und der technischer Support stehen selbstverständlich ebenfalls wie gewohnt bereit – für Abonnenten ändert sich vorerst also einmal nichts. Ob bei grösseren Erweiterungen die Abonnements umgestellt werden oder neue Angebote hinzukommen, lässt sich jetzt noch nicht mit Sicherheit sagen – entsprechende Änderungen würde Microsoft jedoch mit Sicherheit im Vorfeld kommunizieren.

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Ganz gleich, ob er nun „Office 365“ oder „Microsoft 365“ heisst, der Online-Service hat sich gerade im gewerblichen Bereich als Standard etabliert. Wollen auch Sie von den vielen Vorteilen von Microsoft 365 profitieren, haben Sie mit UPGREAT genau den richtigen Partner gefunden. Wir betreuen seit vielen Jahren Unternehmen aller Grössen und begleiten sie bei der digitalen Transformation. Unsere durchdachten Lösungen orientieren sich dabei stets an den individuellen Ansprüchen und Voraussetzungen unserer Kunden, sodass sie perfekt abgestimmten Leistungen von uns erhalten. Lassen auch Sie sich von unserem Angebot und unserem Service überzeugen!

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Mladen Trivun

Geschrieben von Mladen Trivun

Ich bin Solution Advisor und IT Business Consultant. Ich berate Unternehmen in der Umsetzung von Information Management-, Prozess- und Dokumenten-Management Projekten und der digitalen Transformation.

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