Die Coronakrise und die Digitalisierung – was wird die Zukunft bringen?

André Meier
30. Apr 2020 | 3 Min. Lesezeit
Themen: Digitalisierung, Cloud, Modern Workplace, Homeoffice

Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus hat gesellschaftlich, aber auch wirtschaftlich drastische Auswirkungen. Nach teils dramatischen Zuständen scheint sich die Lage in vielen europäischen Ländern zu entspannen. Erste Lockerungen der „Lockdown-Regeln“ lassen einen Hauch von Normalität einkehren – und es kommt die Frage auf, was die Gesellschaft, Unternehmungen und insbesondere die IT aus der Krise mitnimmt.

Durch die Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice fand in vielen Branchen eine Art „Zwangsdigitalisierung“ statt – die sich längerfristig auswirken könnte. Aber welche Entwicklungen haben tatsächlich Bestand? Wie wird die Arbeit in Zukunft aussehen? Und wird es eine Art „neue Normalität“ geben? Ich versuche, Antworten auf diese Fragen zu (er)finden.

Wie sieht es in der IT-Branche aus?

Betrachtet man den IT-Markt insgesamt, hat sich die Coronakrise hier spürbar negativ ausgewirkt – trotz Homeoffice und den technischen Voraussetzungen, die dafür geschaffen werden mussten. Der Grund dafür ist der Umsatzrückgang in praktisch allen Branchen – um Kosten zu sparen, haben viele Firmen Investition in die IT verschoben oder deutlich zurückgefahren. Allerdings sind nicht alle Bereiche gleichermassen betroffen. Die Ausgaben für Software steigen zum Beispiel leicht an – dafür wird bei der IT-Sicherheit gespart, einem der grössten Problemfelder in der IT.

Insgesamt müssen sich IT-Unternehmen also auf veränderte Voraussetzungen und neue Herausforderungen einstellen, nur dann werden sie sich auch in Zukunft am Markt behaupten können.

Neues Potential für die IT-Branche?

Die Coronakrise hat unter anderem gezeigt, wie systemrelevant die IT inzwischen geworden ist. Ohne die verfügbaren technischen Lösungen wäre in vielen Unternehmen ein Geschäftsbetrieb gar nicht mehr möglich gewesen – und die Krise hätte sich wirtschaftlich noch sehr viel schlimmer ausgewirkt. Der Lockdown hat die „Abwanderung“ in die Cloud deutlich beschleunigt – und viele Firmen haben die Vorteile von Cloud-Lösungen schätzen gelernt. Dieser Trend wird sich wohl nach der Krise fortsetzen, sodass sich neues Potential für die IT-Branche ergibt.

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Durch den plötzlichen Ansturm auf die Cloud-Services waren diese allerdings stellenweise überlastet, sodass bestimmte Dienste und Leistungen reduziert oder ganz abgeschaltet wurden. Teils waren diese sichtbar, so zum Beispiel wurde auf Teams die Bildauflösung im Video-Chat reduziert, teils sind sie unsichtbar und betreffen geplante Migrationen oder Service-Erweiterungen im Data Center selbst. Um die Digitalisierung weiter voranzutreiben, ist in jedem Fall ein deutlicher Ausbau der Kapazitäten notwendig – nicht zuletzt auch, um Nachfragespitzen bedienen zu können.

Ein Zwangsexperiment – das funktioniert

Die Einschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie haben im wirtschaftlichen Bereich zu einer Art „Zwangsdigitalisierung“ geführt – und uns damit einen kleinen Vorgeschmack auf eine wirklich digitalisierte Welt gegeben. Und es hat sich gezeigt: Es funktioniert! Selbst in eher konservativen Leitungsebenen – etwa in der öffentlichen Verwaltung – finden Meetings und Besprechungen im digitalen Raum statt, Teams arbeiten erfolgreich von zuhause aus zusammen und Dienstreisen werden dank Video-Chat und digitaler Lösungen für Gemeinschaftsarbeit überflüssig. Jetzt ist es an den IT-Unternehmen, dieses „Experiment“ in eine neue Normalität zu überführen.

Digitalisierung ja – aber für und mit den Menschen

In der Krise waren technische Probleme in kürzester Zeit zu lösen – und das wurden sie auch. Der Ausbau der Digitalisierung hat funktioniert, allerdings sollte man darüber nicht vergessen, dass noch immer Menschen und keine Roboter in den Firmen arbeiten. Fällt das tägliche Treffen an der Kaffeemaschine oder in der Kantine weg, sollten Unternehmen einen Ausgleich dafür schaffen. Sie müssen im Dialog mit ihren Mitarbeitenden bleiben, mögliche Probleme durch die Isolation ernst nehmen und Lösungen dafür finden – gegebenenfalls sehr individuelle. Denn nur so bleibt die Firma eine Einheit und zerfällt nicht in ihre „Einzelteile“, und dieser Zusammenhalt ist entscheidend für die Motivation und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden – und damit auch für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.

Das war erst der Anfang

Homeoffice, Videokonferenzen, Cloud-Services – das waren wichtige Schritte in Richtung Digitalisierung. Aber es waren nur die ersten Schritte, auf die noch viele weitere folgen können und sollten. Durch die in der Krise notwendig gewordenen Umstellungen ist in vielen Firmen das Bewusstsein entstanden, dass die Digitalisierung kein Hirngespinst der IT-Abteilung ist, sondern echte Vorteile für das Unternehmen zu bieten hat. Diese Erkenntnis sollte genutzt werden, um die Digitalisierung auch in anderen Bereichen voranzutreiben. Es gibt noch zahlreiche „Baustellen“, bei denen digitale Lösungen helfen könnten – es lohnt sich also, hier einen Blick auf die bestehenden Strukturen und mögliche Verbesserungen zu werfen. Ist z.b. die künstliche Intelligenz gar kein Menschenfeind und könnte uns, beispielsweise um übermässig viele Anfrage zu beantworten, in Form eines Chat-Roboters zu Hilfe eilen?

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André Meier

Geschrieben von André Meier

Neue Herausforderungen sind meine Leidenschaft! Genau deshalb bin ich ein begeisterter UPGREATler. Mitzuerleben wie wir äusserst innovative Software bei unseren Kunden zu echtem, greifbarem Mehrwert führen, begeistert mich jeden Tag aufs Neue!

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