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Edge Computing ist im Kommen – haben Cloud-Systeme bald ausgedient?

Cloud-Dienste sind in den letzten Jahren gerade im geschäftlichen Bereich immer populärer geworden. Allerdings tun sich noch immer viele Unternehmen schwer damit, in die Cloud „umzuziehen“ – und nun scheint mit Edge Computing schon der nächste Trend aufzukommen. Viele Unternehmen können da kaum noch Schritt halten und fragen sich nun, ob sie die Cloud „überspringen“ und direkt auf Edge Computing setzen sollen. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff „Edge Computing“? Und bedeutet dieser neue Ansatz tatsächlich das Ende für die Cloud? Kurzum: Ist Edge Computing nur eine Randerscheinung oder die Speerspitze der technischen Entwicklung? Hier erfahren Sie es! 

Was ist Edge Computing?

Bevor Sie sich Gedanken machen, ob und in welchen Bereichen Edge Computing für Ihr Unternehmen sinnvoll sein kann, müssen Sie natürlich erst einmal wissen, was mit diesem Begriff gemeint ist. Unter „Edge Computing“ versteht man eine offene, verteilte IT-Architektur, bei der Anwendungen, Daten und Dienste nicht an zentralen Punkten wie etwa Rechenzentren zusammenlaufen. Stattdessen werden diese an den Rand (englisch „Edge“) des Netzwerks ausgelagert, also auf Endgeräte oder lokale Server – daher auch der Name. Ziel dieser Architektur ist es, Datenströme zu minimieren. Das reduziert durch den geringeren Datenverkehr einerseits die Kosten, und ermöglicht andererseits eine Datenbereitstellung und -verarbeitung in Echtzeit.

Welche Vorteile bietet Edge Computing?

Der wohl grösste Vorteil von Edge Computing ist die extrem niedrige Latenz – Daten und Steuerbefehle können praktisch in Echtzeit übertragen werden. Das ist vor allem bei IoT-Anwendungen wichtig, beispielsweise bei Industrierobotern oder Fahrzeugen, die über eine Künstliche Intelligenz (KI) gesteuert werden. Die von den Sensoren erfassten Daten müssen, ebenso wie die Steuerbefehle der KI, möglichst verzögerungsfrei übertragen werden, ansonsten sind Unfälle mit potentiell gefährlichem Ausgang vorprogrammiert. Für solche Anwendungen sind die Latenzzeiten von Cloud-Systemen zu hoch. Ähnlich sieht es etwa bei der maschinellen Qualitätssicherung in Echtzeit oder bei der automatisierten Wartung aus.

Darüber hinaus bietet Edge Computing Kostenvorteile, da Daten nur noch lokal und nicht über das Internet übertragen werden müssen. Dementsprechend wird weniger Bandbreite benötigt, was sich direkt auf die Kosten auswirkt.

Welche Anwendungsgebiete gibt es für Edge Computing?

Aufgrund der speziellen Architektur ist Edge Computing kein allgemeiner Ersatz für Cloud-Systeme – Letztere sind aufgrund der zentralen und weltweit nutzbaren Bereitstellung von Daten und Diensten in den meisten Fällen die sinnvollere Lösung für Unternehmen. Es gibt allerdings auch einige Bereiche, in denen Edge Computing die bessere Wahl ist. Wie oben bereits erwähnt, lassen sich IoT-Anwendungen oft deutlich besser mit Hilfe von Edge Computing kontrollieren – häufig ist aus Gründen der Sicherheit sogar nur eine Steuerung über lokale Geräte möglich.

Grundsätzlich ist aber bei den meisten IoT-Anwendungen die Nutzung von Edge Computing sinnvoll, da die Sensoren der IoT-Geräte fortlaufend grosse Mengen an Daten erzeugen, die dann eben lokal verarbeitet und nicht über das Internet übertragen werden müssen – das spart Kosten.

Bei der Datenverarbeitung kann Edge Computing ebenfalls hilfreich sein. Sollen beispielsweise Videodaten aus einer Filiale untersucht werden, um die Laufwege der Kunden zu analysieren, lässt sich das mit Hilfe von Edge Computing schneller und kosteneffizienter erledigen. Das gilt insbesondere dann, wenn dabei KI-Systeme oder maschinelles Lernen zum Einsatz kommen, denn in so einem Fall werden in der Regel sehr grosse Datenmengen verarbeitet, die dank Edge Computing schneller zur Verfügung stehen und nicht erst in ein Rechenzentrum übertragen werden müssen.

Einsatzmöglichkeiten von Edge Computing

Die Azure Data Box Edge zum Beispiel stellt nicht nur einen Cloud-Speicher und eine Möglichkeit zur einfachen Migration von Daten in die Cloud dar, sie geht weit darüber hinaus. Zunächst einmal schlägt das System die Brücke zwischen lokaler Datenablage und Cloud-Speicher. Die Data Box Edge transferiert Daten automatisch in die Azure-Cloud und dient gleichzeitig als lokaler Speicher. Somit stehen die Vorteile beider Welten zur Verfügung. Grosse Datenmengen lassen sich problemlos und schnell verschieben und die Synchronisation mit der Cloud findet vollautomatisch statt.

Edge Computing und die Sicherheit

Ein Vorteil von Cloud-Systemen ist die zentrale Lagerung der Daten und Dienste, die sich dann an diesem einen Punkt entsprechend schützen lassen. Durch die offene, verteilte Struktur beim Edge Computing bieten sich Angreifern deutlich mehr Ansatzpunkte, um in ein System einzudringen. Darüber hinaus kommen oft Endgeräte oder „kleine“ Server zum Einsatz, die nicht so stark auf die Sicherung von Daten ausgelegt sind wie „grössere“ Systeme. Um die Sicherheit in Edge-Netzwerken zu gewährleisten, müssen die Geräte daher einheitlich gewartet, regelmässig aktualisiert und mit zusätzlichen Sicherheitsprotokollen ausgestattet werden. Für die Erkennung und Bekämpfung von Bedrohungen sind zudem KI-Systeme empfehlenswert, die direkt und automatisiert auf Angriffe regieren können. Es gibt zahlreiche Sicherheitslösungen um die Vernetzung und Anbindung industrieller Steuerungs- und Automatisierungssysteme vor Cyber-Angriffen und ungewollten Veränderungen zu schützen und dadurch eine zuverlässige Produktion und hohe Anlagenverfügbarkeit zu garantieren. 

Die Azure Data Box Edge stellt nicht nur einen Cloud-Speicher und eine Möglichkeit zur einfachen Migration von Daten in die Cloud dar, sie geht weit darüber hinaus. Zunächst einmal schlägt das System die Brücke zwischen lokaler Datenablage und Cloud-Speicher.

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Topics: Cloud, Azure, Edge Computing