Fluid Framework – die Zukunft in Sachen Zusammenarbeit in Unternehmen?

André Meier
9. Jan 2020 | 3 Min. Lesezeit
Themen: Microsoft 365

Die Arbeit in Unternehmen und Organisationen ist mehr und mehr auf kooperative Ansätze in Teams ausgelegt. Es gibt kaum noch Projekte, für die lediglich einzelne Mitarbeitende verantwortlich sind. Vielmehr kommen verschiedene Spezialisten zusammen, die sich um bestimmte Teilaspekte des Projekts kümmern und dabei auf eine enge Zusammenarbeit mit den anderen Beteiligten angewiesen sind. Diese Zusammenarbeit geht inzwischen oft weit über Abteilungs- und Standortgrenzen hinaus, sodass eine leistungsfähige Infrastruktur nötig ist, die Kommunikation, Koordination und Kooperation ermöglicht.

Mit Teams hat Microsoft hier bereits eine sehr gute Lösung im Portfolio, aber nun setzen die Redmonder an, die Zusammenarbeit in Unternehmen auf grundlegende Weise zu revolutionieren. Was ist dran an dieser Ankündigung? Und lohnt sich dieser neue Ansatz auch für Ihr Unternehmen? Hier erfahren Sie es!

Die derzeitige Situation

Zusammenarbeit über mehrere Abteilungen und Standorte hinweg? „Das ist doch ein alter Hut“, mögen Sie jetzt vielleicht denken, und in gewisser Weise ist das auch richtig. Denn mit Teams, SharePoint und Microsoft 365 können Mitarbeitende ortsunabhängig miteinander kommunizieren, Daten austauschen und gemeinsam an Dokumenten arbeiten. Das hat die Abläufe in Unternehmen in vielen Bereichen beschleunigt und sehr viel effizienter gemacht. Allerdings ist das zugrundeliegende Konzept bezüglich des Umgangs mit Inhalten noch immer dasselbe wie vor 30 Jahren: Ein Textdokument bleibt ein Textdokument, auch wenn es sich über die Cloud von mehreren Mitarbeitenden abrufen lässt. Soll zu bestimmten Inhalten aus einem Textdokument eine Präsentation erstellt werden, müssen Sie eine neue Datei anlegen. Das ist mitunter aufgrund der Notwendigkeit, die Inhalte zu übertragen, aufzubereiten und noch einmal zu prüfen, sehr aufwändig. Mit Microsofts „Fluid Framework“ soll sich das nun ändern.

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Was ist Fluid Framework?

Unter diesem Namen hat Microsoft auf der Entwicklerkonferenz „Build“ 2019 ein neues System zur Verwaltung von Inhalten angekündigt, das wie der Name schon vermuten lässt, den Rahmen für die Zusammenarbeit in Unternehmen und Organisationen bilden soll. Es wird die Grenzen zwischen Dokumententypen und Anwendungen einreissen und so eine ganze neue Art von Kooperation ermöglichen. Statt unterschiedlicher Dokumententypen wird es nur noch eine „Leinwand“ geben, wie Microsoft es nennt. Diese Leinwand bietet Raum für sämtliche Arten von Inhalten: Text, Bilder, Tabellen, Präsentationen etc. Es muss also nicht mehr erst eine Excel-Tabelle zur Analyse bestimmter Geschäftszahlen erstellt werden, auf deren Basis dann eine Präsentation angefertigt wird – vielmehr lassen sich diese Inhalte in einem Dokument kombinieren.

Fluid Framework

Darüber hinaus wird es Mitarbeitenden möglich sein, simultan über die Cloud an einem Dokument zu arbeiten. Das ist zwar keine grundlegende Neuerung, jedoch möchte Microsoft hier Fortschritte in Sachen Geschwindigkeit und Skalierbarkeit erzielen. Zudem ist es mit Hilfe von Fluid Framework jetzt möglich, einzelne „Inhaltsblöcke“ – wie etwa Textpassagen, Tabellen, Bilder oder Ähnliches – aus einem Dokument, in ein anderes Dokument oder eine andere Anwendung zu übertragen. Darüber hinaus sollen KI-gestützte Services stärker eingebunden sein, sodass sich Inhalte beispielsweise automatisch übersetzen oder überprüfen lassen oder der Nutzer Vorschläge für weitere Inhalte oder Anpassungen erhält. Dadurch wird ein effizienteres Arbeiten möglich, da Inhalte schneller zur Verfügung stehen und sich Fehler leichter aufspüren lassen.

Wann wird Fluid Framework erhältlich sein?

Derzeit gibt es noch keinen festen Termin für die Markteinführung von Fluid Framework, allerdings ist Nutzern seit November 2019 eine Vorschau offen, die die Grundzüge von Fluid Framework näher erläutert. Für Entwickler steht ausserdem eine geschlossene Vorschau mit weiterführenden Informationen zur Verfügung. Zu den möglichen Preisen und Lizenzmodellen hält sich Microsoft im Moment ebenfalls noch bedeckt. Bisher wurde nur angekündigt, dass die Funktionen von Fluid Framework bei Teams, Outlook, SharePoint, OneNote und Office eingeführt werden sollen.

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André Meier

Geschrieben von André Meier

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