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Die Digitalisierung und MINT-Fächer – trockene Theorie oder spannende Lehrmethoden für die Zukunft?

Mit der zunehmenden Digitalisierung verändert sich eine Vielzahl an Berufen. Alleine in der IT gibt es zahlreiche Jobs, die es früher nicht gab. Dies spiegelt sich auch in der Ausbildung und in Schulen wider, die sich an diese Bedingungen anpassen müssen. Selbst die klassischen MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, passen sich den veränderten Gegebenheiten an. Besonders diesen Fächern hängt jedoch der Ruf an, trocken und theorielastig zu sein. Dass dies nicht unbedingt der Wahrheit entspricht, beweist Microsoft mit seinem Bildungsprogramm. Mehr dazu erfahren Sie in folgendem Blogartikel. Vielleicht macht der Artikel Lust darauf, selbst zuhause ein Lernprogramm für sich oder mit Kindern durchzuspielen und so neue Seiten der IT fürs eigene Unternehmen kennen zu lernen.

Microsofts interaktive Ansätze für MINT-Fächer

MinecraftEine interessante Herangehensweise zeigt der amerikanische IT-Gigant Microsoft. Als Teil von Microsoft Bildung bietet das Unternehmen Programme, Produkte und fertige Konzepte speziell für die Ausbildung in MINT-Fächern an. Spannend ist die Kombination aus Computerspiel und Lernprogramm. Hierfür hat Microsoft die Minecraft: Education Edition ins Leben gerufen. Das bekannte Open-World-Spiel bietet viele Möglichkeiten, um im Unterricht hilfreich eingesetzt zu werden.
Bild: Minecraft (Quelle: Microsoft)

Microsoft hat zahlreiche Aktivitäten und Aufgaben in Minecraft erstellt. Die Lektionen sind bereits für Schüler ab acht Jahren konzipiert. Microsoft bietet umfangreiches Material zum Download an, sodass Lehrkräfte ohne viel Aufwand starten können. Mit diesem vorgefertigten Lernmaterial ist es für Schulen einfach, die Lehrpläne von MINT-Fächern aufzupeppen. Gerade die junge Generation ist durch Aktivitäten am Computer sehr leicht zu motivieren und zeigt von Natur aus ein grosses Interesse sowie viel Neugier an digitaler Technik. Durch den regelmässigen Umgang mit Computern und Programmen lässt sich automatisch Selbstvertrauen aufbauen.

Gleichzeitig wird eine weitere Gruppe integriert, die häufig wenig Interesse am MINT-Bereich zeigt: Schülerinnen und junge Frauen. In Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik sind Frauen nach wie vor verhältnismässig selten vertreten. Dies liegt zum einen an fehlenden Vorbildern. Frauen sind häufig in kreativen Berufen tätig und ziehen somit die nachfolgenden Generationen ebenfalls in diesen Bereich. Zum anderen ist auch die klassische, recht theoretische Ausbildung ein Grund dafür, dass viele Frauen einen anderen beruflichen Werdegang einschlagen. Hier kann die Digitalisierung helfen. Einerseits lässt sich die Ausbildung attraktiver gestalten – und gleichzeitig die aktuelle Generation besser für kommende Aufgaben im MINT-Bereich vorbereiten.

Digitalisierung und MINT in der Praxis

Eine gewisse Vertrautheit im Umgang mit digitaler Technik wird in der Zukunft zur Voraussetzung in faktisch allen Berufen. Auch im MINT-Sektor wird dies nicht anders sein. Bereits heute spielt die digitale Technik in den MINT-Berufen eine wichtige Rolle. Nicht nur indirekt, in Form von digitaler Infrastruktur, sondern auch im direkten Arbeitsalltag. Dies spiegelt sich in einem weiteren Projekt von Microsoft wider. Das Unternehmen hat mithilfe von Sensoren und digitaler Technik ein Modell eines menschlichen Gehirns erstellt. Dieses ist mit einem Computer verbunden. In Echtzeit können nun Experimente zu Gehirnverletzungen durchgeführt werden. Die Sensoren registrieren die Schäden und zeigen die Auswirkungen verzögerungsfrei am Computer an.

Excel-Workbook

 Bild: In einer benutzerdefinierten Excel-Arbeitsmappe werden Echtzeit-Daten von Schülern und Sensoren angezeigt (Quelle: Microsoft) 

 

Auch dieses Experiment ist im Rahmen von Microsoft Bildung verfügbar und lässt sich an Schulen und Universitäten für Ausbildungszwecke nutzen. Dies zeigt, dass die Digitalisierung alle Berufsgruppen und Ausbildungsbereiche betrifft. Ein besonderes Interesse an der Informatik muss nicht vorhanden sein, da digitale Technik Schritt für Schritt in alle Bereiche eindringt.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Die Digitalisierung macht die Ausbildung einfacher, interessanter und anschaulicher. Nicht zu unterschätzen sind auch die Vorteile, die es mit sich bringt, bereits in der Ausbildung Erfahrungen mit digitaler Technik zu sammeln. Der Einstieg ins Berufsleben fällt umso leichter, je grösser der Erfahrungsschatz mit der Digitalisierung ist. Ebenfalls wird der Umgang mit moderner Technik sichergestellt, was wiederum Vorteile bei der Wahl des Arbeitsplatzes mit sich bringt.

UPGREAT hat die Zeichen der Zeit erkannt

Auch UPGREAT sieht die Zukunftschancen der Digitalisierung für den MINT-Sektor. Wir haben uns deshalb bewusst dafür entschieden, junge und motivierte Lernende in unser Unternehmen zu integrieren. Auf diesem Weg öffnen wir jungen Leuten den Weg in die Informatik.

Jeannine SmelyDoch auch in unserem Unternehmen sind Frauen in technischen Berufen immer noch Mangelware. Jedoch haben wir Hoffnung, dass sich das in Zukunft ändern wird. Ein Beispiel hierfür ist Jeannine, die seit kurzem Teil unseres SharePoint-Entwicklerteams ist. Jeannine ist nur eine von vielen gut ausgebildeten, jungen Frauen, die sich immer öfter bewusst für eine Karriere in der Informatik oder einem anderen MINT-Beruf entscheiden. 

Bild: Jeannine Smely, Software Engineer, UPGREAT AG 

UPGREAT engagiert sich in diesem Sektor ebenfalls als Sponsor. Eines der Projekte, das wir fördern, ist Bargespräche. Das von Swiss Ladies Drive organisierte Event konzentriert sich auf Frauen in der IT-Berufswelt. Auf diesen Wegen möchten wir besonders junge Frauen dazu motivieren, in den IT-Sektor einzusteigen oder einen anderen Beruf im MINT-Bereich zu ergreifen und die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen.

Topics: Digitalisierung, Bildung