Digitale Kompetenz – mit einem Computer kann doch jeder umgehen, oder?

Stefan Muggli
19. Nov 2020 | 3 Min. Lesezeit
Themen: Digitalisierung

Der digitale Fortschritt bringt permanent neue Anwendungen, Technologien und Hardwaresysteme hervor. Denken wir nur daran, wie rasch Tools wie Teams oder Zoom in unser Homeoffice eingezogen sind. Viele der neuen Systeme oder Erfindungen von grossen Herstellern wie Microsoft, Google oder Apple sind prädestiniert für den Einsatz in Unternehmen. In der Theorie und auf Marketing-Slides versprechen solche digitalen Systeme meist sagenhafte Fortschritte. Manche Experten prognostizieren damit Zeitersparnis, Wettbewerbsvorteile sowie Kostenreduzierungen. Doch die besten digitalen Entwicklungen nützen wenig, wenn die Nutzer das Potenzial nicht ausreizen oder gar nicht erst erkennen. Oder aber das ganze Unternehmen "umarmt" die Technologie nicht, sprich stellt sich auf den Wandel und die Veränderung nicht ein. Die digitale Kompetenz eines Unternehmens in der Gesamtheit ist gefragt. Wie steht es um die digitale Kompetenz in Ihrem Betrieb und wie lässt sich dies überhaupt feststellen?

Digitale Kompetenz – das steckt dahinter

Im Kern umschreibt die digitale Kompetenz die Fähigkeit, alle vorhandenen digitalen Technologien optimal zu nutzen. Dies beinhaltet nicht nur den korrekten Umgang mit einer bestimmten Software. Digitale Kompetenz findet auf verschiedenen Ebenen statt. Es geht unter anderem auch darum, Chancen durch technologische Entwicklungen zu erkennen. Die Implementierung von digitalen Schlüsseltechnologien für das eigene Unternehmen ist ebenfalls ein Teil der digitalen Kompetenz. An diesem Punkt zeigen sich Schnittpunkte zwischen digitaler Transformation, innovativem Fortschritt und digitaler Kompetenz.

Der digitale Wandel und die digitale Kompetenz sind keine Verfahren, die an einem bestimmten Punkt abgeschlossen sind. Vielmehr handelt es sich um dauerhafte Prozesse, die kontinuierliche Anpassungen erfordern. Durch die schnelle Entwicklung im digitalen Bereich verliert jemand, der sich mit dem Thema nicht beschäftigt, innerhalb kurzer Zeit seine digitale Kompetenz.

Technische Intensität steigern

Der CEO von Microsoft geht mit dem Gedanken an eine Tech-Intesität im Unternehmen einen Schritt weiter. In seinen Augen gleicht die Tech Intensität einer Formel:

  • Erstens muss eine Organisation erstklassige Technologie schnell anwenden können.
  • Ebenso wichtig ist, dass sie ihre eigenen "digitalen Fähigkeiten" auf- und ausbaut.


„… Sie müssen die Mitarbeiter befähigen, eine neue Kultur hybrider Arbeit fördern, ihre Kunden auf neue Weise einbeziehen, Produkte und Dienstleistungen intelligent und virtuell mit neuen Geschäftsmodellen transformieren und den Betrieb optimieren, um Kunden und Mitarbeitende weiterin zu beschäftigen“, fügte Nadella kürzlich hinzu.

Inspire Tech-Intensity
Alles eine Frage der Formel? Tech Intensity versucht zu erklären, worauf Unternehmen achten sollen.

Digitale Kompetenz erfordert Fertigkeiten auf verschiedenen Ebenen

Zurück zu digitalen Kompetenz. Diese zeigt sich innerhalb eines Unternehmens auf verschiedenen Ebenen. Jede einzelne dieser Stufen hat ein anderes Profil. Dementsprechend kommt die digitale Kompetenz auch auf eine jeweils andere Art und Weise zum Tragen. Die Ebenen lassen sich in drei separate Stufen kategorisieren:

1. Normative Ebene
2. Operative Ebene 
3. Strategische Ebene

Auf der normativen Ebene sind digitale Führungskompetenzen gefragt. Die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, ist hier besonders wichtig. In diesem Zusammenhang fällt oft der Begriff des digitalen Architekten. Führungskräfte wie ein CDO und Unternehmer, die über diese Fähigkeiten im Bereich der digitalen Kompetenz verfügen, reagieren besonders gut auf den technischen Fortschritt. Es ist wichtig, neue Technologien schnell aufzugreifen und vor allem auch zu verstehen, wie diese das eigene Unternehmen effektiv voranbringen.

Die operative Ebene umschreibt den Umgang mit digitalen Systemen in Ihrem Unternehmen. Hier geht es um die tägliche Arbeit mit Hard- und Software. Die digitale Kompetenz auf diesem Level steigern Sie beispielsweise durch Schulungen. Gezielte Weiterbildungen, bei denen Ihre Mitarbeiter den Umgang mit den vorhandenen digitalen Systemen erlernen, bringen Ihr Unternehmen effektiv voran.

Die strategische Ebene befasst sich mit konkreten Modellen für den Einsatz im Unternehmen. Sie bildet das Bindeglied zwischen den beiden anderen Ebenen. Über das digital Assessment identifiziert diese Ebene technische Systeme für den Einsatz in spezifischen Geschäftsbereichen und gibt Impulse. Weiterhin begleitet und unterstützt die strategische Ebene den digitalen Wandel. In grossen Unternehmen wird diese Aufgaben von einem CIO wahrgenommen.

Hinzu kommen übergreifende digitale Kompetenzen, die alle Ebenen betreffen. Hierunter fällt beispielsweise die Fähigkeit, Veränderungen bei Arbeitsprozessen zu akzeptieren und umzusetzen. Digitale Transformationen verändern oftmals auch die Art und Weise, wie wir Aufgaben bearbeiten. Die Effizienz eines digitalen Strukturwandels, mitunter auch einer kleinen Änderung durch die Einführung einer bestimmten Software, steht und fällt mit dem effektiven Einsatz in der Praxis.

Lesen Sie, wie die Digitalisierung die Produktivität fördert

Digitale Kompetenzen steigern – gemeinsam mit UPGREAT

Wer es schafft, digitale Kompetenzen aufzubauen, gehört zu den Gewinnern der Digitalisierung. Unternehmen, in denen dieses Konzept umgesetzt ist, begreifen den digitalen Strukturwandel als Chance und nicht als Problem. Gerade in kleinen und mittleren Unternehmen ist es jedoch oft nicht leicht, die notwendigen Kompetenzen für einen reibungslosen Ablauf aufzubauen. Es fehlt mitunter an den Ressourcen oder den Grundvoraussetzungen. Digitale Umbrüche und Veränderungen finden ausserdem permanent statt. Dies stellt Unternehmen vor die Herausforderung, konstant an den eigenen digitalen Kompetenzen zu arbeiten.

Hilfreich ist ein strategischer Partner an Ihrer Seite, der über die notwendigen digitalen Kompetenzen verfügt. Ein solcher externer Dienstleister verfügt über die Erfahrung, wie digitale Transformation in der Praxis funktioniert. Weiterhin haben solche IT-Profis einen sehr genauen Überblick über aktuelle Entwicklungen. Dies deckt bereits zwei wichtige Bereiche der digitalen Kompetenzen ab. UPGREAT ist als IT-Dienstleister mit Fokus auf Consulting, Solutions und Services in diesem Bereich besonders erfahren. In dieser Funktion berät UPGREAT viele Unternehmen regelmässig über den digitalen Wandel und die einhergehenden Chancen.

Ein Consulting im Bereich Digitalisierung ist der Startpunkt, um die konkrete Situation in einem Unternehmen auszuloten. Von da aus beginnt die Suche nach Lösungen sowie die praktische Begleitung des digitalen Strukturwandels im Unternehmensalltag. Kontaktieren Sie uns noch heute, wenn Sie digitale Technologien als Wettbewerbsvorteil einsetzen möchten.

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Stefan Muggli

Geschrieben von Stefan Muggli

Ich bin seit mehr als 20 Jahren in der Informatik tätig und konnte mir in dieser Zeit ein breites Wissen zu verschiedenen Technologien, insbesondere im Bereich Data Management, Security und Backup aneignen.

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