Die IT-Trends für das Jahr 2022 – was kommt sicher, was ist möglich?

Rolf Weber
13. Jan 2022 | 4 Min. Lesezeit
Themen: Digitalisierung, Cloud, Modern Workplace

Kaum eine andere Branche produziert so viele neue Trends wie die IT. Jedes Jahr kündigen sich zahlreiche neue Entwicklungen an und viel zu oft wird das Wort „Revolution“ in den Mund genommen. Andererseits gibt es gerade im IT-Bereich tatsächlich sehr häufig Trends, die sich so schnell verbreiten, dass kaum ein Weg mehr an diesen vorbeiführt. In den letzten zwei Jahren sind Microsoft Teams und Modern Workplace zwei gute Beispiele für Trends, die inzwischen fester Bestandteil des normalen IT-Alltags sind. Welche IT-Trends erwarten Sie im Jahr 2022, welche scheinen realistisch, welche visionär? Wir werfen für Sie einen Blick auf die Themenprognose!

Daten und die Automatisierung

Bereits seit einiger Zeit wird die Bedeutung von Daten für Unternehmen betont. Hierbei geht es vor allem um die richtige und gezielte Nutzung der zur Verfügung stehenden Informationen. Durch den Einsatz von neuen Softwarelösungen, die Künstliche Intelligenz und Automatisierung beinhalten, holen Sie mehr wertvolle Informationen aus den gesammelten Daten heraus. 

Das Konzept ist vergleichbar mit der Strukturierung von Informationen in einer Datenbank. Hier wird durch Verknüpfungen, Gruppierungen und definierte Filter sowie Abfragen nicht nur Struktur in die Daten gebracht, sondern erst dies macht es möglich, die gewünschten Informationen sichtbar zu machen. Der Trend in 2022 wird dahin gehen, Big Data zugänglich zu machen. Auch als KMU stehen Ihnen zunehmend kostengünstige Lösungen, primär über die Cloud, zur Verfügung, die automatisiert und intelligent arbeiten. Das Ganze in Echtzeit und faktisch ohne Einsatz von manueller Arbeitszeit.

Vielversprechend könnte 2022 auch der Ansatz der Hyperautomatisierung werden: Dies ist ein geschäftsorientierter, strukturierter Ansatz im Unternehmen möglichst viele Business- und IT-Prozesse zu entdecken, zu überprüfen und anschliessend zu automatisieren. Dies gelingt durch das orchestrierte Zusammenwirken von diesen Technologien:

  • Künstliche Intelligenz (KI)
  • Maschine Learning
  • Robotergestützte Prozessautomatisierung (RPA)
  • Business-Prozessmanagement (BPM)
  • Low-Code/No-Code Lösungen

Data Fabric: Plaffform- und benutzerübergreifende Datenintegration 

Der Wunsch ist fast so alt wie der Ursprung der ersten Computer: Auf verteilte Daten ohne grossen Aufwand zugreifen. Doch um dies zu tun müssen wir noch besser verstehen, wo Daten verwendet und wo sie geändert werden. Mit Microsoft Dataverse kann auf das Common Data Model (CDM) von Microsoft zugegriffen werden. Dies ermöglicht es, unterschiedliche Teil der Datenstruktur in einer Organisation mit einer gemeinsamen Methode zu beschreiben und untereinander auszutauschen. In unserer wachsenden Welt mit vernetzten Geräten kann eine derartig vernetzte Datenstruktur eine grosse Rolle bei der Nutzung von KI-Technologien einnehmen. 

IT-Sicherheit über die Cloud und mit Angriffsfrüherkennung sowie Künstlicher Intelligenz

Eines der zentralen Themen in den Medien 2021 waren die zahlreichen Cyberangriffe auf renommierte Ziele. Vor allem die Attacke auf die IT-Infrastruktur der Keystone-Pipeline in den USA blieb vielen im Gedächtnis. Diese Attacke zeigte gleichzeitig auf, wie schnell solche Cyberangriffe Auswirkungen auf die Realwirtschaft haben und wie gewaltig diese sein können. 

Aus diesem Grund ist IT-Sicherheit eines der wichtigsten Themen in 2022. Jedoch nicht einfach nur IT-Sicherheit im Allgemeinen, sondern neue Technologien, die effektiv im Kampf gegen Cyberangriffe sind. Auch hier spielen die Künstliche Intelligenz und die Cloud eine zentrale Rolle. Die Auslagerung der IT-Sicherheit an Dienstleister hat das Potenzial, das IT-Sicherheitslevel deutlich zu steigern. Über die Cloud und das Internet bereitgestellte Systeme zur Angriffsfrüherkennung scannen permanent das Netzwerk. Diese lernfähige Software sucht nicht nach Schadsoftware, sondern nach auffälligen Aktionen, wie sie Hacker bei Angriffen auf Netzwerke ausführen. Auf diese Weise deckt die Angriffsfrüherkennung Attacken in Echtzeit auf und alarmiert Sie, bevor die Hacker Ihr Netzwerk infiltrieren. 

Neuer Call-to-Action

Der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Einer der Trends für 2022 wird es sein, die neuen technischen Möglichkeiten gekonnt in die bestehenden Arbeitsumgebungen zu integrieren. Dies an sich ist keine neue Herausforderung, denn schon Modern Workplace und Modern Workstyle haben die Art des Arbeitens verändert. KI und automatisierte Prozesse werden dies ebenfalls tun. Vor allem verlässt die IT mehr und mehr die administrative Seite und dringt in operative Unternehmensbereiche vor. Hier ist es wichtig, die Mitarbeitenden abzuholen und in die sich wandelnde Welt mit einzubeziehen. Es ist gut, dass die IT intelligent wird und immer präzisere Ergebnisse liefern kann sowie umfangreichere Aufgaben übernimmt. Die Richtung muss jedoch weiterhin der Mensch vorgeben. Das beste automatisierte und intelligente System ist nutzlos, wenn der Kapitän fehlt. Die Effizienz solcher Systeme steht und fällt also mit der Art und Weise, wie Sie und Ihre Mitarbeitenden damit umgehen. Dies ist eine der zentralen Herausforderungen und Trends für 2022. Der Mensch in Mittelpunkt der automatisierten und intelligenten IT.

Hybrides Arbeiten - das verteilte Unternehmen

Aufgrund der Pandemie hat sich das Arbeiten im Homeoffice explosionsartig verbreitet. Sehr viele Unternehmen sind in dieser Zeit auf cloud-basierte Dienste umgestiegen. Wir benötigen deshalb gute IT-Lösungen, um Menschen, Orte und Prozesse miteinander zu verbinden. Microsoft strebt ein hybrides Arbeitsmodell an, also die Kombination aus mobilem und bürobasiertem Arbeiten, bei dem Beschäftigte selbst wählen, wie, wann und wo sie arbeiten möchten. Mitarbeitende stehen im Fokus und werden mit den richtigen Arbeitsgeräten ausgerüstet. Sicherheit und Erfüllung von Richtlinien bilden die Basis für eine solche hybride Arbeitswelt, in der sich Menschen über Homeoffice und Büro hinweg miteinander vernetzen können.

Im verteilten Unternehmen kann es eine gute Taktik sein, 2022 auf diese Aspekte zu achten:

  1. Der Arbeitsraum: angepasste Arbeitprozesse, Ausstattung im Homeoffice, Tools um kreativ und flexibel zusammenzuarbeiten
  2. Die Unternehmenskultur: fixe Arbeitszeiten und Anwesenheitspflicht lösen sich auf, Vertrauen muss wachsen, Work-Life Balance im Auge behalten
  3. Die digitalen Skills: Digitale Qualifikation, stetiges Lernen, Vorbildfunktion erfüllen
  4. Die Inklusion: Unterschiedliche Ansichten und Fähigkeiten einbeziehen, Schwächen und Stärken darlegen, Wertschätzung zeigen, daraus eine Teamstärke bilden

Technisch immer auf dem aktuellen Stand bleiben – und die Mitarbeitenden mitnehmen 

Zwei weitere wichtige Themen für 2022 setzen Trends der letzten Jahre fort. Das sind die Cloud und die Automatisierung. Obwohl beide bereits fest in den Strukturen der meisten Unternehmen verankert sind, ist die Entwicklung noch längst nicht am Ende der Reise angekommen. Die nächsten Schritte bei der Entwicklung von Cloud & Infrastructure Operations ist der Brückenschlag zwischen KI, Automatisierung und Mensch. UPGREAT hilft Ihnen als erfahrener Dienstleister für digitale Lösungen bei der praktischen Umsetzung dieser Prozesse. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wenn Sie Unterstützung bei Digitalisierungsprozessen benötigen und neue Technologien effizient in Ihrem Unternehmen einsetzen möchten.Kontaktieren Sie uns

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Rolf Weber

Gepostet von Rolf Weber

Als «Digital Transformation Coach» kombiniere ich fachliches Handwerk rund um moderne Cloud-Services (Microsoft 365, Teams, SharePoint) mit strategischer Perspektive, befähige Mitarbeitende, neue Technologien praktisch anzuwenden und verlasse mich auf mein Gespür, Menschen in den unterschiedlichsten Situationen zu begeistern.

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