Warum scheitert die Migration in die Cloud immer wieder? Strategie ist das Zauberwort!

Philipp Walter
25. Aug 2021 | 3 Min. Lesezeit
Themen: Cloud, Outsourcing, Private Cloud

Die Migration in die Cloud ist aktuell eines der wichtigen IT-Themen für viele Unternehmen. Cloud-Lösungen sind inzwischen ein zentraler Bestandteil einer modernen IT-Infrastruktur. Dennoch zögern nach wie vor Unternehmen mit dem vollständigen Wechsel auf Cloud-Plattformen. Dies liegt meist nicht an fehlenden Funktionen oder einem schlechten Preis-Leistungs-Verhältnis der Cloud Lösungen.

Vielmehr scheuen die Unternehmen den Wechselprozess in die Cloud an sich. Aus diesem Grund ist die Angst vor der Migration einer der zentralen Gründe, warum Unternehmen den Wechsel auf eine Cloud-Plattform vertagen. Dieser Artikel zeigt die vier zentralen Optionen auf, die Ihnen die Migration in die Cloud vereinfachen.

Azure – Microsofts vielseitige Cloud-Computing-Plattform und die Optionen für die Migration

Microsoft bietet mit Azure eine Cloud-Plattform an, mit der Sie potenziell weite Teile Ihrer lokalen IT-Dienste in die Cloud verlagern. Die grosse Herausforderung ist der Migrationsprozess. Unternehmen, mit Ausnahme von Neugründungen, verfügen über gewachsene IT-Strukturen. Dies sorgt für Herausforderung bei der Migration sowohl der Anwendungen als auch der dazugehörigen Daten.

Die Aufgabe ist es, bei der Migration vom eigenen Server auf die Cloud-Infrastruktur von Azure alle Daten problemlos zu übertragen. Dies soll möglichst schnell und vor allem ohne Probleme ablaufen. Hinzu kommen die zahlreichen Applikationen. Diese lassen sich nicht immer 1:1 nach Azure übernehmen. Eventuell erfordert der Migrationsprozess unterschiedliche Lösungen für die praktische Realisierung. Deshalb beginnt jeder Migrationsprozess mit einer Analyse und einem darauf basierenden Konzept. Der erste Blick gilt dabei den Anwendungen. Hierbei wird geprüft, welche Architektur aktuell vorhanden ist und ob diese so direkt in Azure zur Verfügung steht. Falls nicht, müssen Sie dies bei der Wahl des Migrationswegs berücksichtigen.Alle Blog-Artikel zum Thema Cloud entdecken

Es stehen vier Migrationsoptionen zur Verfügung. Diese sind Rehosting, Refactoring, Rearchitecting und Rebuilding. Jede einzelne Variante hat ganz spezifische Eigenschaften und ist somit für jeweils bestimmte Szenarien geeignet.

Rehosting – die einfachste Option bei der Datenmigration

Das Rehosting bezeichnet im Kern den Prozess einer reinen Datenverschiebung von Ihrer lokalen Infrastruktur auf die Azure-Server. Hier wird auch vom Lift & Shift gesprochen. Dieser Weg kommt infrage, wenn sowohl lokal als auch in der Cloud dieselben oder vollständig kompatible Anwendungen als Plattform zum Einsatz kommen. Ein gutes Beispiel für das Rehosting ist das Verschieben von SQL-Datenbanken. Diese können Sie direkt von Ihrem SQL-Server in die Azure SQL Database verschieben.

Refactoring – bekannte Anwendungen in neuem Gewand

Das Refactoring hat das Ziel, den Unterbau oder die Umgebung von Anwendungen an die Cloud anzupassen, ohne dabei die eigentlichen Funktionen zu verändern. So bleiben die bekannten Anwendungen im Kern erhalten, migrieren jedoch in eine modere Cloud-Umgebung. In der Azure Cloud stehen hierfür Container sowie Plattform as a Service (Paas) zur Verfügung. Der Quellcode der bestehenden Anwendung wird hierbei direkt in diese Umgebungen übertragen. Durch den Wechsel in einen Container sind die Anwendungen in der Cloud dann leichter zu verwalten und zukünftig unabhängig von einer bestimmten Plattform.

Rearchitecting – Anpassung der Anwendungen an die neuen Gegebenheiten

Beim Rearchitecting findet zusammen mit der Datenmigration ein Wechsel der Architektur statt. Dies umfasst Anpassungen am Quellcode, um die Anwendung fit für die Azure Cloud zu machen. Ebenfalls erfolgt eine Aufteilung von komplexen Anwendungen auf mehrere Mikroservices. Die Mikroservices übernehmen dann jeweils einzelne Aufgaben der ursprünglichen Anwendung. So entsteht eine flexiblere sowie modernere Architektur, die aus einzelnen Anwendungen besteht. Dies vereinfacht die Verwaltung und schafft eine sehr dynamische Anwendungsstruktur.

Rebuilding – der komplette Neuaufbau

Das Rebuilding ist die passende Option, wenn alte und neue Anwendung nicht kompatibel sind und die Funktionsweise in der Cloud sich generell von der vorhandenen unterscheidet. Sie können auch auf Rebuilding zurückgreifen, um gezielt eine Veränderung an der Architektur vorzunehmen. Die neue Anwendung in der Cloud ist dann an geänderte Anforderungen angepasst, bietet andere Funktionen oder setzt cloudnative Tools wie Logic Apps oder Cognitive Services sein. So entsteht eine neue Anwendung, deren Funktionen Ihre bekannte Software ersetzt.

Mit der richtigen Strategie die Datenmigration erfolgreich meistern

Wie so häufig bei IT-Projekten sind Planung und Konzept auch bei der Migration in die Cloud die Erfolgsgaranten. Für die Unterstützung bei der Erstellung der Migrationsstrategie ist ein erfahrener IT-Dienstleister als Partner sinnvoll. Als Microsoft Gold Partner ist UPGREAT der richtige Berater für Projekte wie die Migration nach Microsoft Azure.

Gemeinsam entsteht so eine Migrationsstrategie für Ihre IT-Infrastruktur. Im Fokus stehen sichere Migrationswege, die Ihre Applikationen in Cloud-Services nach Ihren Vorstellungen übertragen. Ihre neue Cloud wird effizienter, effektiver und kostengünstiger sein sowie neue Funktionen bieten. Haben Sie Fragen zur Microsoft Azure Cloud oder interessieren Sie sich für Migrationsstrategien? Nehmen Sie Kontakt mit UPGREAT auf und erhalten Sie eine unverbindliche Beratung. Kontaktieren Sie uns

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Philipp Walter

Gepostet von Philipp Walter

Ich berate und betreue erfolgreiche Unternehmen in der Realisierung ihrer IT-Strategie.

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