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Was wird die IT 2019 und darüber hinaus beschäftigen (Teil 2)

Eine Entwicklung, welche sich im letzten Jahr bereits abgezeichnet hat, wird sich 2019 und in den folgenden Jahren rasant weiterverbreiten: Cloud Computing. Wir sprechen hier nicht nur von der Technologie, sondern von etwas deutlich Grösserem, was durchaus als nächster Schritt in der IT-Evolution betrachtet werden kann. Still und leise bewegen wir uns von einer klassischen IT-Welt - mit den bis dato gewohnten Phasen Design, Build & Operate - in ein neues Zeitalter, das sich am Nutzen der IT orientiert und vom Cloud Computing geprägt wird. Es war ein zweiter Teil nötig, um darüber zu schreiben. So let's start.

Serverless Computing und NoOps

Die technischen Ressourcen können mittlerweile komplett von der darunter liegenden Infrastruktur abstrahiert werden. Cloud Provider bewegen sich damit kontinuierlich dem Stack (Schichtenmodell) entlang nach oben, anstatt sich weiterhin auf die Bereitstellung von virtuellen Ressourcen zu beschränken. Die Automatisierung ist so weit fortgeschritten, dass wichtige Kernaufgaben der Systemadministration, wie zum Beispiel das Patching, Backup oder eine Datenbankverwaltung komplett übernommen werden. 

Zusammen entsteht eine NoOps Umgebung, in der die Software und durch Software definierte Hardware dynamisch eingesetzt werden. Darüber hinaus können mit Serverless Computing, traditionelle Infrastruktur- und System Operation-Aufgaben vollautomatisch gesteuert werden. Befreit von der Verantwortung für das Server Management, können Talente vom Betrieb in anderen Bereichen eingesetzt werden, wo sie einen weitaus höheren Beitrag zum Geschäftserfolg beitragen können.

Die Zeiten, in welchen sich CIOs zur Einsparung von Kosten auf die Infrastruktur fokussierten, die teilweise bis 2/3 ihres gesamten Budgets ausmachten, sind längst vorbei. Günstigere Infrastrukturkosten, sowie Cloud- und Outsourcing-Modelle konnten das Budget um 20% oder mehr entlasten. Die IT wird dadurch automatisch leistungsfähiger, wir hatten darüber geschrieben.

Nicht aufzuhaltende Evolution

Moderne CIOs erkennen den Trend von NoOps und Serverless Computing und orientieren sich am IT Stack nach oben. Infrastrukturen müssen beliebig skalierbar und dynamisch nutzbar sein, was die generelle Denkweise in Richtung IT-Services forciert. Um die Ziele von weiteren Einsparungen oder der Steigerung des Wertbeitrags der IT erreichen zu können, muss einiges überdacht werden. Der Schlüssel hierzu ist eine Automatisierung, bei welcher viele Funktionen und Aufgaben in Code umgewandelt werden, wodurch neue Architektur-Muster und funktionelle Module entstehen. Diese wiederum sind unabhängig und flexibel von der darunterliegenden Infrastruktur nutzbar. 

Auch wenn es noch Jahre dauern wird, bis Serverless und NoOps Umgebungen an der Tagesordnung sind, wird diese Evolution nicht mehr aufzuhalten sein. Während dem sich Serverless noch auf ein einzelnes Infrastruktur-Element reduzieren lässt, adressiert NoOps bereits weitere Bereiche der IT wie Netzwerk, Security, das Management und das Monitoring. Serverless Computing wird zu einem Oberbegriff von cloudbasierten Services und Optionen von Firmen, die den Wunsch hegen, endlich vom Server Management befreit zu werden.

Serverless Interesse steigt Google Trends
"Serverless" bleibt im Trend (Quelle: Google Trends)

Ein wesentlicher Aspekt vom Serverless Computing ist, dass Kunden bei einem solchen Modell nur bezahlen, wenn Funktionen ausgeführt werden. Dies wiederum wird dazu führen, dass Cloud Provider unter einem weiter zunehmenden Preisdruck leiden werden. In diesem Sinne besteht die Hoffnung, dass sich die aktuell stattfindende Evolution zum Vorteil für Anwender entwickeln könnte. Die nächsten Jahre werden CIOs viel Effort und Ressourcen in Automatisierung und Transformierung stecken, um das Deployment von cloudbasierten Services und Applikationen weiter voranzutreiben. Die Cloud Hersteller entwickeln laufend neue Tools und erweitern schon fast täglich ihr Service Portfolio. 

Fokus Engineering und Software Entwicklung

Unternehmen können bereits heute neue Applikationen entwickeln, die einem Greenfield Approach entsprechen und vollständig ohne Deployment von physikalischen oder virtuellen Servern auskommen. Auch wenn es schwierig ist, eine Vorhersage darüber zu treffen, welche Optimierungen und Steigerungen der Wertschöpfung mittels Serverless Computing und NoOps Initiativen möglich sind, ist eines ist vollkommen klar: Die Wartung von Servern und Rechenzentren bieten den wenigstens Unternehmen einen grossen geschäftlichen Nutzen. Der NoOps Ansatz bietet CIOs die Möglichkeit den Fokus der Mitarbeitenden auf das Engineering und/oder die Software Entwicklung zu legen. 

Für Firmen, die sich bereits mit DevOps auseinandergesetzt haben und Ihre Organisation entsprechend angepasst haben, ist die NoOps Entwicklung nichts anderes, als eine logische Entwicklung. Operation Teams bzw. Mitarbeitende, welche in DevOps Teams zusammengearbeitet haben, sind längst «transformiert» und sind entweder den Umgang mit Code gewohnt oder sind an der Schwelle dieser Entwicklung. Es ist klar, dass die Transformation zu Serverless und NoOps nicht über Nacht passiert und bei den Mitarbeitenden teilweise grosse Ängste bestehen, den Job zu verlieren. Während dieser Transitionsphase haben Operation-Mitarbeitende weiterhin mit gewissen Routinen zu tun, um Systeme, Datenbanken und Jobs zu überwachen, aber sie haben nun die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln und ihren Job neu zu definieren. Wie ich bereits in meinem ersten Teil zum Ausblick in das Jahr 2019 erwähnt habe, ist die Ausbildung in der IT-Branche eine grosse Herausforderung und Entwicklungen wie Serverless Computing und NoOps werden hierbei hoffentlich mitberücksichtigt. 

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Traum: Operieren ohne Vendor Lock-in?

Diejenigen, welche noch den Traum hegen ohne Vendor Lock-in operieren zu können, muss ich enttäuschen. Ehrlich gesagt halte ich es für eine Illusion etwas in der Art im Jahr 2019 noch erreichen zu können. CIOs wären meiner Meinung besser beraten, wenn sie sich für einen Vendor entscheiden würden und damit wenigstens eine klare Botschaft an das Business senden. Auf diese Weise könnten immerhin Investitionen und Aktivitäten in eine Schatten IT verhindert werden, was letztendlich zur Wertschöpfung eines Unternehmens beiträgt.

Wenn Ihnen das Vendor Lock-in trotzdem noch Sorgen bereitet, dann melden Sie sich bei UPGREAT. Eine Partnerschaft mit uns ermöglicht Ihnen die Evolution im Serverless Computing und NoOps und garantiert ein stressfreies Partner Lock-in, welches Sie begeistern wird.