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Schnittstellen – der Motor der Digitalisierung?

Die Digitalisierung schreitet im geschäftlichen Bereich, aber auch bei Behörden immer weiter voran. Auf diese Weisen lassen sich die Datenverwaltung, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Abteilungen, die Kommunikation sowie weitere Bereiche sehr viel effizienter gestalten. Allerdings trifft das alte Sprichwort „Wo Licht ist, da ist auch Schatten“ auch auf die Digitalisierung zu – die neuen Arbeitsmethoden und -abläufe mögen effizienter sein, es ergeben sich durch sie jedoch neue Herausforderungen, die es zu lösen gilt.

Eine davon ist die Kommunikation zwischen den verschiedenen Systemen. Ein Tool für die Abwicklung der Steuererklärung und eines für gesetzeskonforme Archivierung von Daten mögen zum Beispiel in ihrer Funktion wie füreinander geschaffen sein – das bedeutet aber noch lange nicht, dass sie tatsächlich miteinander kommunizieren und Daten austauschen können. Um das zu gewährleisten, braucht es Schnittstellen – aber stehen für die anstehenden Aufgaben die passenden Schnittstellen zur Verfügung?

Digitale Systeme sind doch effizienter – wozu braucht man da Schnittstellen?

Haben Sie in Ihrem Unternehmen die ersten – oder auch schon einige – Schritte in Richtung Digitalisierung gemacht, werden Sie wahrscheinlich schon bemerkt haben, wie wichtig Schnittstellen mitunter sein können. Denn selbst wenn Sie ein vielseitiges System nutzen, das von der Warenwirtschaft bis zur Kundenverwaltung sämtliche Aufgaben übernehmen kann, gab es sicherlich schon Situationen, in denen andere Tools das Problem hätten besser lösen können. Aber wie hätten Sie die Daten von Ihrem System in das Tool transferieren sollen? Richtig – über eine Schnittstelle.

Die Vernetzung der einzelnen Systeme im Unternehmen ist im Rahmen der Digitalisierung aber eigentlich nur eine Zwischenstation, denn letztlich sollen alle Systeme miteinander kommunizieren können. Wäre es nicht grossartig, wenn Sie bei Ihrem Zulieferer nicht mehr anfragen müssten, wann die nächste Charge an Teilen verfügbar ist – weil die entsprechenden Daten aus dem Warenwirtschaftssystem Ihres Zulieferers direkt in Ihrem System landen? Oder wenn steuerlich relevante Daten aus Ihren Rechnungen im System erfasst und anschliessend in korrekter Form an die Steuerverwaltung weitergeleitet werden? All das ist möglich, aber dafür sind die passenden Schnittstellen erforderlich, die für eine reibungslose Kommunikation zwischen den Systemen sorgen.

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Die Entwicklung von Schnittstellen

Sie mögen jetzt denken: „Na, dann muss man eben die passenden Schnittstellen entwickeln!“ Aber ganz so einfach ist es nicht. Schnittstellen werden in der IT anhand des OSI-Modells – englisch „Open Systems Interconnection model“ – entwickelt, das sieben Schichten umfasst, die die Schnittstellenarchitektur bestimmen. Die einzelnen Schichten bauen aufeinander auf und legen Regeln für die Dienste fest, sodass eine reibungslose Kommunikation zwischen Systemen erst möglich wird. Die Entwicklung einer Schnittstelle ist also keineswegs eine triviale Aufgabe.

Hinzu kommt, dass Schnittstellen heutzutage möglichst bestimmten Standards entsprechen sollen, damit sie universeller einsetzbar sind. Früher wurden oft Schnittstellen entwickelt, um die Kommunikation zwischen zwei bestimmten Systemen zu ermöglichen. Wurde aber eines der Systeme ausgetauscht – etwa, weil es durch ein moderneres System ersetzt wurde – funktionierte auch die Schnittstelle nicht mehr. Es musste also eine neue Schnittstelle entwickelt werden. Durch die Standardisierung von Schnittstellen werden sie von den Systemen entkoppelt und dienen dann nur noch als eine „Kommunikationsbrücke“, über die eine bestimmte Art von Kommunikation abgewickelt wird.

Eine Schnittstelle für das Schweizer E-Government

Die Notwendigkeit für eine flexible Standardschnittstelle zum Austausch von Daten hat auch die öffentliche Verwaltung der Schweiz erkannt und gewisse Standards für eine E-Government-Schnittstelle festgelegt. So gibt es beispielsweise Standards für die Bereiche Prozesse, Steuern, Geschäftsabwicklung und vieles mehr. Diese Schnittstelle regelt den Austausch von elektronischen Daten und ermöglicht es sowohl Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung als auch Unternehmen, verschiedene Prozesse wesentlich effizienter zu gestalten.

So ist es beispielsweise möglich, die eCH-Schnittstelle an SharePoint anzupassen und eine automatische Langzeitarchivierung aller Geschäftsvorfälle zu erreichen, wie UPGREAT im Rahmen eines Kundenprojekts gezeigt hat.

Vernetzt in die Zukunft – mit UPGREAT

Wollen Sie die Digitalisierung in Ihrem Unternehmen oder in Ihrer Behörde vorantreiben und die Vernetzung von Systemen stärken? Dann haben Sie mit UPGREAT den idealen Partner gefunden, denn wir entwickeln Software, die diese Aufgaben nicht nur perfekt erfüllt, sondern auch exakt an Ihre Bedürfnisse und Ansprüche angepasst ist. Um dieses Ziel zu erreichen, binden unsere Experten Sie von Beginn an in die Planung ein, damit wir im Anschluss eine Lösung entwickeln können, die auf Sie massgeschneidert ist.

Topics: Digitalisierung, eGovernment