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Digitale Transformation - Müssen Banken jeden Trend mitmachen? (Teil 3/4)

Die Digitalisierung hat inzwischen fast jeden Bereich des Lebens erfasst und macht natürlich auch vor der Finanzbranche nicht Halt. Wie bei den meisten neuen Technologien gibt es aber auch bei der Digitalisierung verschiedene Irrwege – im ersten Moment mögen sie sinnvoll erscheinen, letztlich entpuppen sie sich aber als heisse Luft. Finanzdienstleister müssen daher genau abwägen, auf welche technologischen Neuerungen sie setzen wollen und was ihr Unternehmen eher nicht voranbringen wird. Würden sie jedem Branchentrend der Vermögensverwaltung hinterherlaufen, wäre das nicht nur mit beträchtlichen Kosten verbunden, es könnte im schlimmsten Fall sogar ihrem Image schaden. Doch eines ist und bleibt dabei klar: Die Digitalisierung an sich ist kein Trend, sondern eine tiefgreifende technologische Entwicklung und die Zukunft der Vermögensverwaltung.

Für den heutigen Blogbeitrag durften wir auf das Fachwissen von Evolute zurückgreifen. Mit über 60 Mitarbeitenden ist Evolute einer der grössten und am schnellsten wachsenden Anbieter von umfassenden Technologie- und Outsourcinglösungen für die Vermögensverwaltung und das Asset Management in der Schweiz. 

Kunden erwarten moderne Banken

Es ist zwar richtig, dass die Digitalisierung nicht nur Vorteile für Finanzdienstleister mit sich bringt, dennoch werden sich die Akteure der Vermögensverwaltung Technologie-Trends nicht gänzlich verschliessen können. Einer der wichtigsten Gründe dafür ist, dass die Endkunden gewisse technologische Neuerungen schlichtweg erwarten. Niemand möchte heutzutage noch in eine Bankfiliale laufen müssen, nur um einige Informationen einzuholen.

Vielmehr erwarten die meisten Kunden eine eingehende und auf ihre Bedürfnisse abgestimmte und interaktive Beratung – und genau dabei können digitale Technologien sehr hilfreich sein. Durch die zentrale Verwaltung und Analyse sämtlicher Kundendaten ergibt sich ein sehr viel genaueres Bild. Darüber hinaus lassen sich mit automatisierten Analysefunktionen bestimmte Risiken bereits im Vorfeld ausklammern. Das verbessert nicht nur die Beratungsleistung, sondern stärkt auch das Vertrauensverhältnis zu den Kunden – und das ist sehr viel mehr wert als irgendeine technische Spielerei, mit der man auf Kundenfang gehen könnte.

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Digitaltechnik hilft bei der Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben

Neben den Erwartungen der Kunden sprechen auch die zunehmenden regulatorischen Anforderungen für den Einsatz von digitalen Vermögensverwaltungsplattformen. Dazu gehören gesetzliche Bestimmungen zur Bekämpfung von Geldwäsche, Compliance-Vorgaben bezüglich geschäftlichen Aktivitäten von Mitarbeitern, neue Verbraucher- und Datenschutzgesetze, Richtlinien der FINMA – die Liste liesse sich noch endlos fortführen. Die regulatorischen Anforderungen an Vermögensverwalter und Banken haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen.

Der Grund für viele der neuen Vorgaben sind neue digitale Technologien – und genau daher ist es nur folgerichtig, für die Erfüllung dieser Vorgaben ebenfalls digitale Technologien einzusetzen. Zudem lassen sich so Verstösse aufgrund von Bedienungsfehlern oder Wissenslücken verhindern und vorsätzlich begangene Taten können schnell und lückenlos zurückverfolgt werden. 

Effizienter arbeiten dank digitaler Technik

Bisher ging es eher um externe Faktoren, die für den Einsatz digitaler Technologien sprechen, aber selbstverständlich können Banken und Vermögensverwalter auch im Tagesgeschäft von diesen Technologien profitieren. Die Organisation von internen Aufgaben, Arbeitsabläufen und Kontrollen lassen sich mit entsprechenden digitalen Technologien optimieren und so deutlich effizienter gestalten. Basierend auf zusammengeführten Kundendaten sind Finanzinstitute in der Lage, ihren Kunden gezielt Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet sind. Selbstverständlich lassen sich so auch verschiedene Szenarien durchspielen und testen, was zu einer Minimierung der Risiken führen kann. 

Die digitale Zukunft gestalten - mit dem richtigen Partner

Die Möglichkeiten, welche digitale Technologien in der Finanzbranche eröffnen, sind sehr vielfältig und meist auch sehr nützlich. Es ist also wichtig, auf die richtigen Branchentrends in der Vermögensverwaltungzu setzen und damit einen echten Mehrwert sowohl für das Unternehmen als auch die Kunden zu schaffen. Letztlich kommen wir damit zur Frage aus der Einleitung zurück: Wie schaffen es Banken und Vermögensverwalter die sinnvollen Entwicklungen für sich zu nutzen, ohne dabei auf überzogene Trends oder „Hypes“ hereinzufallen?

Eine Möglichkeit ist sicherlich, bei der Digitalisierung von Abläufen auf ein Gesamtkonzept eines externen Dienstleisters anstatt auf Einzellösungen zu setzen. So können sich Finanzinstituten aus einem Portfolio an Modulen die Elemente heraussuchen, die sie für ihr Geschäft benötigen. Diese Elemente sind perfekt aufeinander abgestimmt und lassen sich in der Regel sehr gut skalieren, sodass die jeweilige Lösung an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden kann. Zudem können Sie so den gesamten technischen Bereich inklusive Wartung und Support auslagern und sich voll und ganz auf das Kerngeschäft konzentrieren. Wenn Sie mehr über eine solche Lösung erfahren möchten, beraten die Experten von Evolute Sie gerne.

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Digitale Transformation in Serie 

Das grösste Problem bei der Digitalisierung scheint das fehlende Wissen zu sein. Aus diesem Grund widmen wir dem Thema eine ganze Blog-Serie, in der es um verschiedene Aspekte der digitalen Transformation geht.

In Teil 1 ging es darum, dass viele Unternehmen nicht wissen, wie sie die Digitalisierung in ihrem Betrieb angehen sollen. Teil 2 befasste sich mit der Entwicklung in Städten und Gemeinden und in Teil 4 geht es um das Bauwesen.

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Topics: Digitalisierung, Finanzwesen