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UPGREAT Blog

Cloud-first, Mobile-first - Microsoft baut den Digitalisierungsmotor

Gehört Kanada zu den United States? Geografisch natürlich nicht, aber wenn man bedenkt, dass diese Woche 16‘000 Microsoft Partner aus über 100 Nationen sich in Toronto zur World Partner Conference 2016 (WPC) versammeln, dann scheinen Sprach- und Landesgrenzen überwunden. Alles soll mobil werden und aus der Cloud kommen und jedem auf diesem Planeten dazu dienen, mehr zu erreichen. Der Motor der diese vierte Industrierevolution antreibt steht in der Cloud und nimmt an Stärke zu. Ein Augenschein.

Microsoft_Datacenter_plant.jpgBild: WPC 2016, 700'000 Server werden an diesem Standort einst betrieben.

Auf dem nordamerikanischen Kontinent ist alles grösser: Die Stadien, die Menschen(menge), die Biergläser, die Visionen, die Rechenzenter.

Microsofts CEO Satya Nadella schwärmt in seiner Eröffnungsrede von seiner gigantischen Cloud. Sie wird die Welt „empowern“, digitalisieren, mobiler und produktiver machen. Und wirklich, die Entscheidungen die Redmond diese Tage preisgibt sind vielversprechend. Es kommt zusammen was zusammen gehört. Alles mit dem Ziel, intelligente Daten über das Unternehmen, ein Produkt oder ein Projekt zu gewinnen und damit weit mehr als bisher zu machen.

  • CRM und ERP System werden in Microsoft Dynamics 365 vereint und über den AppSource Marktplatz mit cloudfähigen Lösungen erweitert
  • SharePoint ist "cool again" und spielt in der Cloud in der Content-Collaboration eine zentrale Rolle
  • One-Brand, one Team, die unzähligen Produktlogos sind verschwunden
  • Maschinen und Programme in der Cloud lernen voneinander
  • Gemischte Realität (Mixed Reality) erhalten konkrete Anwendungen
  • Jede Oberfläche sieht einheitlich, aufgeräumt und modern aus und funktioniert auf jedem Gerät

Die digitale Transformation will Microsoft über die folgenden Bereiche forcieren:

  • Aufbau einer intelligenten Cloud-Plattform
  • Kreation noch persönlicherer Computer-Umgebung
  • Neuerfindung der Produktivität und Geschäftsprozess

Die Verlierer der Entwicklung künstlicher Intelligenz

Microsoft zeichnet mir ein recht perfektes Bild der Zukunft. So fragte ich mich: Gibt es auch Verlierer dieser Veränderung? Es sind dies nicht unterentwickelte Länder. Im Gegenteil, sie erleben durch die Vernetzung und die Einfachheit von Cloud-Lösungen einen sofortigen Zugang zu Innovation und Wissen und so zu besseren Lebensumständen. Microsoft unterstützt mit grossem Erfolg Drittwelt-Programme.

Ein anderes Beispiel zeigt, wer auf der Strecke bleibt: Arbeitskräfte die heute froh um einen „einfachen“ Job sind. Stellen wir uns ein McDonalds Drive-In vor. Die Umgebungsgeräusche während der Bestellungsaufnahme sind enorm. Die Lösung: Eine Software erkennt die vom Gast gesprochenen Worte, gleicht sie mit dem vorhandenen Angebot ab und stellt daraus die Bestellung zusammen. Dank Cortana – der Spracherkennung von Microsoft – wird nicht nur die Bestellung aufgenommen und abgerechnet, sondern der Vorgang wird mit speziellen Angeboten und Verkaufsstatistiken abgeglichen.

McDonald_Drive-In.pngBild: Die Bestellung wird mit künstlicher Intelligenz abgehört und maschinentauglich übersetzt.

Auch Amerika ist noch nicht vollständig in der Cloud

Sicherheit und Vertrauen sind Brot und Butter der Microsoft-Cloud. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass am dritten Konferenztag der Chief Legal Officer, Brad Smith seinen Auftritt zur „Verantwortung“ in der Cloud hält. Die Sicherheit von ausgelagerten Daten hat bei vielen Unternehmen immer noch einen schweren Stand, nicht nur in der Schweiz. Mary von einem Storage-Anbieter in den USA bestätigt mir in einem Pausen-Schwatz zu meinem Erstaunen, dass erst ein Fünftel der KMU in den USA cloudisiert sind.

Wir Microsoft Partner tragen die Verantwortung

2016 wird Microsoft 7 Milliarden in Cloud-Rechenzenter investieren und hat die Mitanbieter Amazon und Google im Gartner-Quadrant, mit der Anzahl als führend bewertete Lösungen klar distanziert. Mit anderen Worten: Microsoft verdient noch nicht so viel damit aber bietet am meisten Plattformen an. Derzeit gibt es weltweit 100 Microsoft Datacenter und noch dieses Jahr wird die Kapazität der angebotenen Accounts verdoppelt.

Für eine noch stärkere Verbreitung werden jedoch die Partner von Microsoft sorgen. Die Anzahl an Lösungen ist kaum mehr überschaubar, vom Remote Desktop aus dem Azure Marketplace (MyCloudIT) bis zum Storyboard für Office 365 (Storyboard That) gibt es über die Plattformen AppSource nahezu alles zu testen oder zu abonnieren.

20160712_194044594_iOS.jpgFranco Coin, einem IT-Unternehmer mit 150 Mitarbeitenden aus Venedig, bin ich draussen auf einer Bank begegnet. Sein Blick schweift ab zu den imposanten Hochhäusern. „Für mich ist klar, dass die Cloud nicht aufzuhalten ist, doch ich mache mir Sorgen um eine too-big-to-fail Szenario. Warum braucht es noch Regierungen, wozu Politik und wozu länderspezifische Gesetze, wenn der wichtigste Teil der Wirtschaft – Information – von einem System, dem Internet, abhängig ist?“ philosophiert der Römer, packt seine Mappe und jagt der nächsten von rund 1‘000 Info-Sessions nach.

Eines wird bleiben: Alle Lösungen von Microsoft bilden eine generische Plattform. Nie wird es fertige Branchenlösungen geben. Dazu braucht es uns Microsoft Partner. Wir ergänzen die Frameworks und bilden spezifische Lösungen oder betreiben damit einen Managed Service. Dieses wohl einzigartige IT-Ökosystem ist zugleich das Erfolgsrezept von Microsoft. Teilen statt besitzen. Microsoft rechnet vor, dass aus 1$ Cloud-Umsatz rund 5$ Partnerumsatz generiert werden kann.

Offen bleibt, was Microsoft mit der Akquisition von Linkedin plant. Vielleicht kann das CRM bald mit konkreten Leads angereichert werden? Ein Traum für einen Marketing-Menschen wie mich!

Dies ist nur ein Querschnitt und lange nicht alles, was es zu berichten gäbe. Falls Sie weitere Infos oder eine Kopie meiner Scribbles wünschen, kontaktieren Sie mich einfach.

Topics: Microsoft, SharePoint, Cloud, Scribble